Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe

Liebe Leser*innen,
es ist eine simple Forderung, die von der Jahreslosung 2024 ausgeht: Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe. So klar und doch so kompliziert. Denn wir wissen, dass das nicht immer gelingt. Dass wir nicht jeden und jede unein­geschränkt lieben können.

Ein Kollege hat mir mal einen klugen Satz gesagt: ,,Kristian, es gibt Leute, die finde ich toll, die kann ich prob­lemlos lieben. Dann gibt es Leute, die kann ich mit der Hilfe Gottes lieben. Und dann gibt es welche, die muss der liebe Gott alleine lieben. Da kann ich nicht helfen."

Ich glaube, dieses „lieben" ist ein ziemlich aufgeladener Begriff. Die Jahreslosung kommt aus dem Korin­therbrief. Als dieser Brief geschrieben wurde, ging es bei „lieben" vor allem darum, andere mit Respekt zu behan­deln. Mit Würde. Ihnen eben die Würde nicht abzuerkennen, die sie als Mensch haben. Ganz egal, woher sie kommen.

Das wichtigste ist die Liebe. Das bleibt. Daraus folgt alles weitere. Das bedeutet übrigens nicht, dass man immer alles ertragen muss. Das ist klar. Liebe kann auch bedeuten, dass man an manchen Stellen streiten

muss. Manchmal muss man sich auch unterschiedliche Wege gehen oder sich aus dem Weg gehen, damit alle die Chance haben, weiterhin Liebe erleben zu können.

Ich wünsche euch ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr 2024. Alles was Gott tut und getan hat, geschah in Liebe. Das kann uns vielleicht im nächsten Jahr ein Vorbild sein.

Bleibt behütet

Kristian Goletz, Pastor in Bevern

Schulstraße 1
27432 Bremervörde OT Elm
Tel.: 04761 1530